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Zurück 08.01.2020

Mit Walliser Alpenpflanzen nach Asien

Vor acht Jahren hat Pflanzenbiologe Philippe Meuwly sich mit der Gründung von Pharmalp einen persönlichen Traum erfüllt. Vor allem im fernen Asien will er mit seinen Produkten aus Alpenpflanzen künftig Fuss fassen. Nun hat die NZZ dem erfolgreichen Walliser Unternehmen einen Bericht gewidmet.

Schweizer Alpenkräuter geniessen weltweit einen guten Ruf. Das zeigt das Beispiel des Bonbonherstellers Ricola, der heuer sein 90-jähriges Bestehen feiert und seine Produkte in über fünfzig Länder exportiert. Auch bei Pharmalp hofft man, dereinst solche internationalen Verkaufserfolge zu erzielen. Noch steht die Firma, die Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Produkte aus Alpenpflanzen anbietet, bei ihrer Exportoffensive aber ganz am Anfang.


Gute Absatzchancen im Osten
Trotz seiner kurzen Geschichte erwirtschaftet das Unternehmen aus Conthey laut eigenen Angaben bereits einen Umsatz von mehreren Millionen Franken. Firmengründer und Geschäftsführer Philippe Meuwly ist überzeugt, dass der Umsatz in den nächsten Jahren schnell steigen wird. Dafür soll der Aufbau einer Reihe von Auslandmärkten sorgen. Ab diesem Jahr werden auch Kunden in China und Vietnam sowie in Jordanien und Kroatien bedient.

Der promovierte Pflanzenbiologe Meuwly, der mit seiner Familie im waadtländischen Aubonne wohnt, hat sich mit der Gründung von Pharmalp einen langgehegten Traum erfüllt. Er verspricht sich vor allem in Asien und im Nahen Osten gute Absatzchancen. Viele Konsumenten seien dort von der Schweiz begeistert und bereit, für Produkte aus der Eidgenossenschaft auch einen etwas höheren Preis zu bezahlen, sagt er. 


Mit neuem Medikament am Start
Der Unternehmer will aber nicht nur mit Nahrungsergänzungsmitteln, sondern auch mit Medikamenten auf pflanzlicher Basis durchstarten. Er hofft, das erste Arzneimittel in der Schweiz in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres auf den Markt zu bringen. Das Produkt, das in Zusammenarbeit mit der Universität Basel und der Fachhochschule HES-SO entwickelt worden ist, soll gegen Harnwegsinfektionen bei Frauen eingesetzt werden.

Niedergelassen hat sich die Firma Pharmalp im PhytoArk-Gebäudekomplex, der eine Reihe weiterer Kleinfirmen beherbergt, deren Geschäft auf der Verwertung natürlicher Inhaltsstoffe beruht. Er fühle sich in der Region ausserordentlich wohl, bekräftigt Meuwly. Die Walliser Pflanzenwelt studiert der Unternehmer übrigens auch gerne in seiner Freizeit. Er besitzt mit seiner Frau, die als Naturheilpraktikerin arbeitet, seit 25 Jahren ein Ferienhaus im Val d’Anniviers.


Quelle: Der komplette Artikel mit dem Titel «Eine Walliser Kleinfirma wittert mit Gesundheitsprodukten aus Alpenpflanzen das grosse Geschäft» ist am 6. Januar in der NZZ erschienen 

 

 

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