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Zurück 17.03.2020

Covid-19: Arval produziert neu Desinfektionsmittel

Normalerweise stellen die Laboratoires Biologiques Arval Kosmetika für grosse Marken her. Seit Ende Februar produziert das in Conthey ansässige KMU wegen des Coronavirus nun auch eine hydroalkoholische Händedesinfektionslösung. Ein eindrücklicher Beleg für die Flexibilität des Walliser Unternehmens. 

Hydroalkoholische Lösungen, die seit einigen Wochen eine Mangelware ist, helfen beim Schutz vor Risiken durch Infektionen und Krankheiten, derzeit vor allem im Zusammenhang mit Covid-19. «Wir verwenden eine Ethanolbasis (90 Prozent denaturierter Alkohol), die wir in einem ATEX-Raum (ATmosphères EXplosives) für spezifische Formulierungen handhaben», erklärt Alexandre Cherix, Direktor bei ARVAL.

Die Lancierung dieser neuen Produktion, die zusätzlich zu der üblichen kosmetischen Tätigkeit erfolgt ist, sei als ein Zeichen der Unterstützung in einer Krisenzeit zu verstehen. «Wir haben immer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bewiesen. Um die Herstellung der Lösung aufzugleisen, waren drei Tage nötig», bemerkt Cherix.

 

Empfindliches Produkt
Die Auswirkungen auf die Produktionprozesse des Unternehmens bleiben minimal. Cherix erklärt wieso: «Wir verpacken nicht in unseren Räumlichkeiten und setzen spezialisierte Transporter ein, um die Fässer mit Lösungen (pro 25 kg) in erster Linie an Apotheken im Wallis, im Waadtland und in Freiburg zu liefern.»
 

Die Vorlaufzeit hänge von der Verfügbarkeit von Ethanol ab. «Im Moment haben wir keine Probleme bei der Versorgung mit Alkohol.» Zur Erinnerung: Ethanol ist aufgrund seiner Flüchtigkeit und Entflammbarkeit ein empfindliches und gefährliches Produkt. Diese Lösungen werden nur an Apotheken, Krankenhäuser und Unternehmen verkauft. An Einzelpersonen ist kein Verkauf vorgesehen. 

 

Auswirkungen aufs Geschäft
Zusätzlich zu dieser ausserplanmässigen Produktion hat die Coronavirus-Krise natürlich auch Auswirkungen auf das Tagesgeschäft des KMUs. «Wir wenden die Standards des BAG an und haben unsere Arbeitsweise angepasst. Es wird viel Alkohol in unserem Geschäft, insbesondere zur Desinfektion von Händen und Geräten oder Maschinen verwendet», bemerkt Cherix.

Was die Bestellungen betrifft, so hat Arval im Moment ein paar Kunden in Hongkong, die in von den Ereignissen rund um Covid-19 betroffen sind. «Unsere Partner haben seit einer Woche wieder damit begonnen, Paletten mit Kosmetika nach Asien zu liefern.» Es scheint so, als ob das Geschäft langsam wieder anzieht. «Aber es ist sicher, dass der fast zweimonatige Stillstand in China und Asien für unsere Kunden spürbar sein wird», so der Direktor von Arval.

 

Neue Kosmetikserien
Kurzfristig hat der Schutz der Mitarbeitenden und des Unternehmens oberste Priorität. Aber Alexandre Cherix blickt bereits in die Zukunft, Projekte sind geplant. «Wir entwickeln hochwertige Kosmetikprodukte und haben gerade die Entwicklung von vier neuen Linien für unseren Katalog abgeschlossen: Cellular Air, Flower Gemstone, Micro'Beauty und Global 360. Sie sind auf dem neuesten Stand der neuen Technologien und entsprechen den Erwartungen der Verbraucher.»
 

 

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