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Zurück 24.03.2020

Covid-19 : Grosse Patientenströme voraussehen

Aufgrund des Coronavirus stehen Spitäler derzeit vor einer Vielzahl von Herausforderungen, vor allem was die Bewältigung grosser Patientenströme in der Notaufnahme betrifft. Calyps, ein KMU mit Sitz in Sitten, hat eine Lösung entwickelt, die eine Vorhersage der Anzahl Einweisungen in Notfallstationen ermöglicht. Es arbeitet aktuell an einem System zur Steuerung der Pandemie, das bereits in den nächsten Wochen zum Einsatz kommen soll. 
 

«Im Moment sehen wir, dass die Krankenhausinfrastrukturen in Italien so überfordert sind, dass ältere und schwache Menschen mit Covid-19 nicht einmal mehr aufgenommen werden können und deshalb dem sicheren Tod entgegensehen. Dasselbe wird in naher Zukunft auch in anderen Ländern passieren. Diese krasse Realität unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer guten Vorausplanung und anderer Anstrengungen, um die Flut einzudämmen», schreibt das Unternehmen Calyps in seinem Blog.

 

Abflachung der Kurve
Der Ausdruck «Abflachung der Kurve» ist derzeit in aller Munde. Krankenhäuser stehen nun vor dieser Herausforderung, da das Coronavirus sie mit einem nie zuvor gesehenen Strom von Fällen überschwemmt, was zu einer Reihe von Problemen wie Platz-, Betten-, Geräte- und Personalmangel führt. Es besteht ein dringender Bedarf an einer effektiven und vorausschauenden Planung, die dem Spitalpersonal und den Behörden des Gesundheitsbereichs hilft, einen Schritt voraus zu sein und die bestehenden Ressourcen optimal zu nutzen.

Seit 2017 entwickelt Calyps eine auf künstlicher Intelligenz basierende Plattform, die Spitälern (und anderen Dienstleistern im Gesundheitsbereich) helfen soll, ihre Planung zu optimieren, besonders im Hinblick auf Patientenstromprognosen. In Frankreich wird die Plattform seit letztem Jahr eingesetzt (mehr dazu im Blog-Artikel vom 27. Februar 2020). Sie hat dem Spitalzentrum Valenciennes erheblich dabei geholfen, die Patientenströme in der Notaufnahme effizienter zu verwalten.


Modul in Entwicklung
Calyps verfolgt die Ausbreitung des Coronavirus seit Mitte Januar. Als das Unternehmen über die bevorstehenden Herausforderungen nachdachte, denen sich die Krankenhäuser gegenübersehen könnten, war klar, dass vieles von dem, was es bei der Vorhersage der Abläufe in der Notaufnahme gelernt hatte, auch auf die Covid-19-Fallabläufe angewendet werden kann. Daraufhin wurde die Entwicklung eines Pandemie-Flow-Management-Moduls in Angriff genommen. Bis Anfang April 2020 will das Unternehmen erste Strömungsprognosen zur Hand haben.  

Die Vorhersageergebnisse sollen im Anschluss nicht nur für einzelne Spitäler, sondern auch für die Ströme innerhalb von Krankenhausnetzwerken in einem Covid-19-Cluster verfügbar sein. Dies wird einen breiteren Überblick über das System ermöglichen. Ziel ist es, den Einsatz von Zeit, Personal und materiellen Ressourcen zu optimieren. Ebenso soll sichergestellt werden, dass Fälle, die eine Spitalbehandlung erfordern, sofort ein Spital mit ausreichender Kapazität finden können, ohne unnötige Reisen.


Quelle : Blog Calyps

 

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